Über Mario

Mario Büsing ist in der Umgebung von Zürich geboren und aufgewachsen. Als kleiner Spross trat er der Cevi bei. (Die Cevi, vor über 150 Jahren noch deutlich christlich geprägt, ist sie heute vergleichbar mit der viel später entstandenen Pfadfinderbewegung.) Etliche Jahre verbrachte Mario die Samstage im Wald. Dabei erlernte er viele nützliche Fertigkeiten vom Anfachen eines Feuers bis zum Zeltbau. Auch ein gutes Grundwissen über die einheimischen Tiere und Pflanzen wurde vermittelt. Als er älter wurde, absolvierte er die Ausbildung zum Gruppenleiter und vertiefte sein Wissen, indem er es an die Kids weitergab.

Als Mario dann seine Ausbildung zum Zimmermann begann, blieb die Cevi auf der Strecke. Sein Interesse an der Natur und den Outdooraktivitäten aber keinesfalls. Im Gegenteil, von nun an beschäftigte sich Mario intensiv mit diversen Themen wie Pflanzen-/ und Tierkunde. Eine schon seit Kind vorhandene Leidenschaft für die Terra-, und Aquaristik halfen ihm dabei diverse Tiere genau zu studieren. Dabei waren und sind verschiedenste Tierarten, von Stabheuschrecken, Waldschaben und Wasserfröschen bis zu Vogelspinnen und Schlangen.

Seit Mario dann ein Buch vom Sir Vival (Rüdiger Nehberg) in die Hände bekam, war er von der Welt der Überlebenskünste gefesselt. Es gab immer neue Themen, Techniken, Herausforderungen und Reisen zu bewältigen. Diese Faszination wurde zwischenzeitlich während seinem Dienst bei der Schweizer Armee etwas zurückgestellt, danach aber sofort wieder aufgenommen und dauert bis heute an.

                      

                                                                                      

Auf welchen Gebieten bist du spezialisiert?

Es liegt auf der Hand, dass ich als gelernter Zimmermann sehr gerne mit Holz arbeite und praktische Aufgaben mag. Ich beschäftige mich seit langer Zeit mit steinzeitlichen und indigenen Techniken. Das sind zum einen diverse Methoden um Feuer zu entfachen, wie Feuerbohren (von Hand oder mit Bogen), Feuerpflügen, Feuersägen, mit Flint und Eisen oder sogar nur mit zwei Steinen. Ausserdem Techniken zur Waffen und Werkzeugherstellung mittels Flintknapping oder Schnitzarbeiten.

In meinen Augen gehören gerade unsere Vorfahren und indige Völker zu den besten Survivaltrainern überhaupt.

Mein zweites Spezialgebiet, oder meine Leidenschaft schlechthin, sind die tropischen Regenwälder. Wann immer es mir möglich ist, nehme ich lange Flugzeiten, Insektenstiche und heftige Regenschauer auf mich, um Orte mit faszinierender Artenvielfalt zu bereisen. Mein persönlicher Favorit ist Belize in Zentralamerika. Was ich besonders mag, ist der Moment, wenn man die Zivilisation verlässt und den Dschungel betritt. Alle Sinne werden scharf, man wird selbst Teil des Ökosystems, verlässt die Spitze der Nahrungskette. Belohnt wird man dafür mit einem riesigen Angebot an Baumaterial, Nahrung und auch Wasser. Beim Trinkwasser ist jedoch Vorsicht geboten und man sollte genau wissen, welches nicht verkeimt ist und somit unbehandelt getrunken werden kann.

Wenn man gewisse Grundregeln befolgt, braucht man keine Furcht vor Giftschlangen, Skorpionen, Skolopendern und Spinnen zu haben.

 

 

 

 

 

 

Tim Noetzel hat Survival-Training.ch 2001 ins Leben gerufen und seither hunderte Überlebenstrainings und Spezialevents,
durchgeführt. Doch wer genau steckt hinter diesem Namen, was brachte ihn dazu eine Überlebensschule zu gründen
und was sind seine Träume.

 

Über Tim

Tim Noetzel ist hauptberuflich Bademeister. Eine Vielzahl von Interessen unter anderem: Wander, Klettern, Angeln,
Gleitschirmfliegen, Rafting und Extremreisen haben ihm bei seiner grossen Leidenschaft: dem Survival einen grossen
Dienst erwiesen.


Angefangen bei einer 800 Kilometer Reise mit einer Konservenbüchse Essen und einem Sommerschlafsack von Deutschland
in die Schweiz mit einem alten Drahtesel hat er sich schon durch einige der gefährlichst en Orte der Welt geschlagen:
Vom Dschungel in Costa Rica, über das Hochgebirge der schweizer Alpen, die wüstenähnlichen Gebiete der Kanaren, dem
wunderschönen und tiefen Wäldern Schwedens, dem kobraverseuchten Dschungel in Indien bis hin zu den kalten und rauen Steilklippen
und Küsten Irlands.
Doch am besten kennt er unseren heimischen Wald.

 

Wie bist du zum Survival gekommen

Die Frage ist häufig eine der ersten Fragen und natürlich auch zu recht.
Was heute allgemeinhin als Survival bezeichnet wird hatte damals noch nicht ansatzweise das Image, dass es heute hat.
Hingegen war es gar schon schwer an Informationen zu dem Thema zu kommen. Internet gab es nicht, TV gab es aber
keine wirklichen Sendungen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.
Mein erstes aufblühen des Interesses an diesem Thema kann man auf meine Jugend mit 10 Jahren zurückführen, doch bereits viel
früher musste ich am eigenen Leibe erfahren, wie gefährlich das Leben sein kann ohne das ich hätte was dran ändern können.
Doch etwas konnte ich machen und das war kämpfen. Immer wieder bis zum heutigen Tage.
Doch wie bereits gesagt bewusst habe ich das erste Mal mit 10 Jahren mit diesem Thema gewidmet: Ein Flug in die Türkei.
Heute weiss ich, dass die Chancen bei einem Absturz eher ohne grosse Aussichten sind, zumal das Fliegen in der heutigen Zeit
wohl wirklich das kleine Risiko darstellt. Aber zum Glück wusste ich das alles damals nicht und entschloss mich zwei Wochen vor Abflug
mich auf den Worst Case Fall: einen Absturz vorzubereiten. Also ab in die Bücherrei und der Bibliothekarin erzählt was ich suche.
Sie staunte nicht schlecht, was ich für spezielle Wünsche hatte aber wusste wirklich um Rat: Nach längerem Suchen war das einzige Exemplar
dann gefunden: "U.S. Army Survival Handbook".
Tja lange rede kurzer Sinn: Ich habe daraufhin das Buch jährlich ausgeliehen und regelmässig um Wochen überzogen. Allein mit den Überziehungsgebühren
hätte ein drei neue Exemplare kaufen können. Und gemäss Stempel war ich auch der einzige, der diese Buch überhaupt ausgeliehen hat.
Nach einigen Jahren Theorie entschloss ich mich dann dazu es selber zu testen. Der Ergebnis war: Enttäuschend. Viele "tolle" Fallen entbehrten leider
jeglichen Naturgesetzen und vermutlich traf das auch auf einiges anderes zu.
Doch mein Interesse an Survival war geweckt und ist noch lange nicht gestillt!

 

Warum hast du die Survival Schule gegründet.

Der Ursprungsgedanke war und ist immer noch mein Antrieb: das Wissen weiterzugeben bevor es verloren geht. Ganz klar geht es hier nicht um das grosse
Geld, wie bei anderen Survivalschulen, die hier in der Schweiz in den letzten paar Jahren quasi wie Unkraut aus dem Boden gewachsen sind. Aber was meine
Kursteilnehmer schon in den ersten Unterrichtsstunden lernen: auch Unkraut kann gegessen werden.
Als ich vor Jahren mit dieser "unnormalen" Idee kam, einfach mal Kurse fürs Überleben anzubieten war der einzige "Konkurrent" ein Arzt in näherer Umgebung.
Wobei sein Zielpublikum nicht das meine war und seine Kursphilosophie eine ganz andere. Die Erfuhr ich rein zufällig als mit fast zeitgleich das SRF und FM1 anfragten
für ein Interview und sie mir auf meine Bedenken antworteten: Ich wäre der einzige in der Schweiz. Heute gibt es Survivalschulen wie Sand am Meer. So wie die
Sandkorngrösse von einem Korn zum nächsten wechselt, wechselt auch die Philosophie von einem Kurs zum nächsten.

 

Nach welcher Philosophie unterrichtet ihr?

Gern verweise ich für eine ausführliche Antwort auf den Artikel: Unsere Philosophie (mit stark sarkastischem Abschweifungen).
Kurz gesagt: Wir machen kein Bushcraft und keine Kurse bei den man gemütlich bei einer Tasse Kaffee und einem Sandwich am
überdachten Lagerfeuer sitzt und einen Korb webt. Unsere Kurse sollen den Teilnehmer geistig und gefühlsmässig in eine Notfallsituation
bringen. Aktion, Anstrengung, Überwindung und auch in gewissen Masse Leid gehören zu diesen Erfahrungen. Aber trotz allem sind wir
kein Bootcamp. Euch erwarten keine Drill-Instruktoren (ausgenommen: Extreme-Survival). 
Inhaltlich versuchen wir euch, die wichtigsten Themen im Bereich Survival ("Überleben") in der kurzen Zeit so nah wie möglich zu bringen.